Die Wartenden vor der Kinderambulanz trauen ihren Augen nicht so ganz. Ohne Ankündigung, ohne Bühne oder Zirkusmanege taucht ein Clown im Flur auf.
Kinderaugen schauen ihn an und fangen langsam an zu strahlen, von froher Erwartung
erfüllt und nur allzu gern bereit, sich aus dem Klinikaufenthalt und
seinen langatmigen und schmerzhaften Routinen in seine Welt entführen
zu lassen.
Wer könnte besser in dieser Erwachsenenwelt, bestimmt von Wartezeiten,
Krankenscheinen, Krankheitsbildern und beklemmender Stille die Seele eines
Kindes erreichen als ein Clown? Sein naives und durchlässiges Wesen ist
so nah verwandt mit dem des Kindes, dass sich das Kind in ihm wieder findet,
sich in ihm spiegelt und mit ihm freut.
Wenn Klaus Renzel als Klinik-Clown erscheint, wird er oft von dem Gefühl erfasst, das Kind aus den Klauen der Angst oder gar der Todesangst
zu befreien, und mit ihm über gemeinsame Spielfreude einen Pfad zur Leichtigkeit zu finden. Eltern der Kinder lachen mit, freuen sich, spielen sogar mit und ein ehrliches
„Danke schön“ oder ein dankbarer Blick sind der Applaus auf dieser persönlich intimen Bühne zwischen Kind, Eltern und Clown.
„Wenn ich die Uniklinik verlasse,
lasse ich Spaß und Lebensfreude zurück und nehme mein Glück darüber, Zuversicht schenken zu können, mit nach Haus“

